Mit einer Vorstudie 1990 von Matthias Kolb und der Diplomarbeit von Ulrich Mesecke 1991 zum Thema: “Die Schwefelwasserstoff- und Kohlenmonoxidbelastung von Waldarbeitern unter definierten Vorgaben und Praxisbedingungen” wurde eine mehrjährige Auseinandersetzung mit den Verantwortlichen der Forstwirtschaft und der Motorsägenhersteller eingeläutet. Die Firmen Bayer Diagnostik, Radiometer auf messtechnischer Seite aber auch die Motorsägenhersteller selbst kooperierten in diesem bis heute andauernden Schwerpunkt beispielgebend.

Die empirische Erhebung 1992 von Klaus Müller mit dem Thema: “Quantifizierung der Auswirkungen von Motorsägenabgasen auf den Waldarbeiter mittels einer subjektiven Befragung”, schreckte viele Experten auf. Die Kohlenmonoxid – Messungen an der Nase des Waldarbeiters und im Blut draußen vor Ort gemeinsam mit dem Institut für Arbeits- und Sozialhygiene der Uni Göttingen gipfelten in der Arbeit von Dirk Vodegel 1994: “Studien zur Abgasbelastung von Forstwirten im dynamischen Betrieb von Zweitakt – Motoren”.

Wer es nicht glauben wollte, dass die Motorsägenabgase ein ernst zu nehmendes Kriterium sind, den überzeugte die Studie von Dieter Stütz: “Videoanalyse über das Ausbreitungsverhalten von Motorsägeabgasen bei der Holzernte.” Trotz aller Informationen, Aufklärungen, Bereitstellung von Messmethoden und Warnungen, – bis heute sind die Arbeitgeber den Verpflichtungen der Gefahrstoffverordnung vom Oktober 1986 nicht nachgekommen!! Dass zur GAFA 2004 die 4-Takt Säge von Dolmar nun am Markt ist, ist ein schwacher Trost, aber noch keine Lösung, – oder?

Im Auftrag der Landesunfallkasse Hannover wird derzeit ein Schulungsfilm zum Thema Abgasbelastung beim Betrieb von 2 – Takt Motorgeräten in enger Zusammenarbeit mit der Fakultät Naturwissenschaften und Technik, Herrn Wolf und Frau Trepl gedreht. Fertigstellung Herbst 2005.